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Das Quantenfestival | 6. bis 12. Oktober 2025

Quanten-Lichter

© DPG

Das Ulmer Quantenjahr "quant.ulm.2025" unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Martin Ansbacher mündete ins Ulmer Quantenfestival vom 6. bis 12. Oktober und bot ein breit gefächertes Programm rund um den Stand der Forschung zu den Kleinstteilchen. Eine Kunstausstellung und ein Konzert, die sich den Quanten aus einer anderen Perspektiven nähern, rundeten das Programm ab. Auch der Mensch Albert Einstein wurde in den Fokus gerückt. Also: ein abwechslungsreiches Programm für Jung & Alt.

Quantum2025 Logo

© DPG

6. Oktober im Stadthaus:
Quanten & Kunst | Der Auftakt des Quantenfestivals

Der Höhepunkt im Quantenjahr “quant.ulm.2025”: Vom 6. bis zum 12. Oktober wurde Ulm im Rahmen des Quantenfestivals zum Begegnungsort für Neugier, Experimente und überraschende Begegnungen zwischen Forschung, Kunst, Gesellschaft und Wissenschaft. Zum Auftakt im Stadthaus gab es spannende Einblicke ins Spannungsfeld zwischen Quanten und Kunst, die Ausstellung dazu wurde eröffnet - und die Deutsche Physikalische Gesellschaft überreichte an Ulms Ersten Bürgermeister Martin Bendel die offizielle Plakette, die Ulm als einen der Top100-Standorte für die Quantenforschung in Deutschland auszeichnet.

Ulm verbindet Geschichte und Zukunft. Als Geburtsstadt von Albert Einstein bietet Ulm nicht nur eine besondere historische Note, sondern auch ein aktives Netzwerk, das Wissenschaft sichtbar und erfahrbar machen will. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Martin Ansbacher bringen die Stadt Ulm mit der Digitalen Agenda, das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt DLR, die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG), die Universität Ulm und das Albert Einstein Discovery Center ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Highlights an den Start.

Unter dem Dach von quant.ulm.2025 luden die Stadt Ulm und ein breites Bündnis aus Forschungseinrichtungen, Kulturpartnern und lokalen Initiativen zu einer Woche ein, die Forschung, Bildung und künstlerische Auseinandersetzung miteinander verknüpft. Viele Formate waren zum Mitmachen gedacht und richteten sich bewusst nicht nur an Fachpublikum, sondern an alle Interessierten.

Am 6. Oktober startete die Festivalwoche im Ulmer Stadthaus mit dem Thema Quanten und Kunst. Die Veranstaltung setzte den Fokus auf die Schnittstelle von kreativer Praxis und naturwissenschaftlicher Forschung. Im Rahmen des nationalen DPG Projekts „Quantum meets Arts“ präsentieren Künstler*innen Werke, die in Austausch mit Ulmer Laboren entstanden sind.

„Quanten und Kunst in Ulm“ war Teil des Projekts „Quantum meets Arts“ der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und wurde federführend von der Universität Ulm in Zusammenarbeit mit der Stadt Ulm und mit freundlicher Unterstützung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), sowie der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung durchgeführt. 

Zum Bericht: quant.ulm.2025: Ulm macht Zukunft erlebbar

Torbogen am Stadthaus

7. Oktober Uhr im Stadthaus:
DLR QUANTUM & SPACE DAY | Das DLR bringt die Quanten in die Stadt!

8. Oktober im Stadthaus:
AcademyDay der Uni Ulm | Quanten-Stationen für Schüler*innen!

Nach dem Auftakt am Montag öffneten auf den nächsten Stationen am 7. und 8. Oktober das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) und die Universität Ulm im Stadthaus spannende Einblicke in die Welt der Quanten - und wie sie erschlossen werden kann. Das Thema Quanten zieht: Mehr als 400 Gäste ließen sich an beiden Tagen auf die Quantenfährte locken und dabei oft verblüffen: Etwa, wenn darüber berichtet wird, dass ein Quantensensor, der aus dem All die Erde vermisst, Höhenunterschiede von nur einem Zentimeter wahrnehmen kann. Oder ein kleines Plättchen, das wie magisch über einem Metallblock schwebt - nicht Magie: Physik eben. Oder Würfel, die wie von Zauberhand in einer unscheinbaren Holzkiste ihre Augenzahl wechseln, um das Prinzip der Komplementarität zu veranschaulichen; bei kleinsten Teilchen wie den Quanten lassen sich innewohnende Energie und Ort eben nicht gleichzeitig bestimmen.

Zu den Berichten: Quantenfestival mit Spielen & Zirkel | QF_AcademyDay

QuantumBW Logo

© QuantumBW

9. Oktober im KICU
BusinessDay mit der Quanten-Roadshow 2025 | Quantentechnologien für den Mittelstand – Chancen erkennen, Potenziale nutzen

Quantentechnologien verlassen die Forschungslabore und finden ihren Weg in die industrielle Praxis. Sie versprechen, eine bedeutende Schlüsseltechnologie zu werden. Doch welche Chancen und Möglichkeiten können sie Unternehmen, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), bieten? Erfahren Sie, wie Quantensensorik, Quantenkommunikation und Quantencomputing bereits heute neue Maßstäbe setzen.

Am 9. Oktober war nun die Quanten-Roadshow von QuantumBW zu Gast in Ulm - im KICU (der Künstliche Intelligenz Campus Ulm) in der Wissenschaftsstadt. Unternehmen aus der Region waren eingeladen zum regen Austausch mit den Quantenforschern aus Ulm vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Uni Ulm - die Chance wurde rege genutzt: Mehr als 50 Fach-Besucher informierten sich zum aktuellen Stand der Forschung, die zunehmend auch Markt-Relevanz erhält.

Zum Bericht: "Es ist nicht zu früh für Quanten"

Illustration Einsteins Musik

© Renée Nakad

11. Oktober im Stadthaus:
Einsteins Musik | Wort - Licht - Klang

 "Wort - Licht - Klang" lautete der Untertitel für das Konzert im Stadthaus unter dem Dach des Ulmer Quantenfestivals, das sich ausschließlich der Musik von Albert Einstein widmete. Da trafen Elemente zusammen, die an sich schon einen außergewöhnlichen Abend versprachen:  Albert Einstein - der wohl berühmteste Sohn der Stadt Ulm - aber vor allem weltbekannt als Genie der Physik, weniger der Musik. Gleichwohl war er ein großer Freund der Musik, der über Mozarts Werke sogar sagte, diese seien so rein und schön und für ihn die wahre Schönheit des Universums. Und mit dem Universum kannte er sich der Nobelpreisträger aus - wenigstens theoretisch.

Zum Bericht: QF_Konzert_1210

Benyamin Cohen

© Benyamin Cohen

12. Oktober im Stadthaus:
Der Einstein-Effekt | Mit Benyamin Cohen

Zum Abschluss des Quantenfestivals richtete sich die Aufmerksamkeit auf das Phänomen Albert Einstein, das der amerikanische Publizist Benyamin Cohen untersucht. Er verwaltet die offiziellen Social-Media-Konten von Albert Einstein, wo das weltbekannte Genie mehr als 23 Millionen Fans hat - mehr als die meisten lebenden Prominenten.. Für sein Buch „The Einstein-Effect“ (engl.) verbrachte er Jahre damit, weniger bekannte Geschichten über Einstein zu recherchieren, um einen faszinierenden – und oft urkomischen – Blick darauf zu werfen, wie Einstein weiterhin unser tägliches Leben beeinflusst: von Wissenschaft und Technologie bis hin zu seinem Status als Popkultur-Ikone und seinem Erbe als Humanitär, der Flüchtlinge rettet und in der Bürgerrechtsbewegung hilft. 

Zum Bericht: QF_EinsteinEffekt

Summer dirigiert

© M.Summer

Zufälle spielen auch in der Wissenschaft zuweilen eine wegweisende Rolle, etwas als Isaac Newton einen Apfel zu Boden fallen sah und er daraus die grundlegenden Theorien zur Gravitation entwickelt hat - so wird es jedenfalls erzählt. Es entbehrt auch nicht eines gewissen Zufalls, dass ausgerechnet im Quantenjahr 2025 die Bläserphilharmonie Blaustein das Werk „Einstein“ von Thomas Doss zur Aufführung bringt - am 29. November in der Pauluskirche in Ulm, bekanntermaßen Albert Einsteins Geburtsstadt. „Ja, das ist ein echter Zufall“ räumt auch Markus Summer ein, der als Gastdirigent (unser Bild) das Werk mit ins Programm genommen hat - ohne sich der aktuellen Bedeutung gewahr zu sein. 

Mehr dazu: Einstein im Konzertprogramm