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Einstein und die Quanten

Porträt von Albert Einstein

© Ullsteinbild

1905 gilt als Einsteins „Wunderjahr“. Neben der Formulierung der Speziellen Relativitätstheorie veröffentlichte der junge Physiker in jenem Jahr einen Aufsatz, in dem er die von Max Planck wenige Jahre zuvor formulierte Quantenhypothese auf den fotoelektrischen Effekt anwandte. Für diese Erklärung der besonderen Wechselwirkung zwischen Licht und Materie erhielt er 1922 rückwirkend für das Jahr 1921 den Nobelpreis für Physik.

Trotzdem: Mit der Quantenphysik setzte Einstein sich zwar vermehrt in seiner zweiten Lebenshälfte intensiv auseinander und lieferte sich insbesondere mit Niels Bohr wortreiche Wissenschaftsgefechte um sie. Doch wenngleich sich Einstein nicht so recht mit ihr anfreunden konnte, hat seine Kritik Anteil an der Entwicklung der Quantenphysik. Bis heute.

Albert Einstein und die Stadt Ulm

Am 14. März 1879 wurde Albert Einstein als erstes Kind von Pauline und Hermann Einstein in Ulm im Haus B135 (später Bahnhofstraße 20) geboren. Hier verbrachte er die ersten Lebensmonate, bevor seine Eltern im Juni 1880 nach München zogen. Weitere Lebensstationen Albert Einsteins waren Aarau, Bern, Prag, Zürich und Berlin, bis er 1933 endgültig in die USA emigrierte.

Seine Verbindung nach Ulm blieb über die hier lebende Verwandtschaft bestehen. Nachdem Einsteins Weltruhm 1919 durch den Nachweis von der in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagten Ablenkung von Licht im Gravitationsfeld der Sonne nicht mehr aufzuhalten war, nahm auch die Stadt Ulm Kontakt zu ihm auf.

2024 eröffnete die Stadt Ulm im historischen Gebäude des „Engländers“ (Weinhof 19) eine Ausstellung, die Einblicke gibt in die Geschichte der jüdischen Gemeinde Ulms bis heute und bewegende Einzelschicksale einiger Mitglieder der weit verzweigten Familie von Albert Einstein, die auch stark von den dunklen Ereignissen der NS-Zeit geprägt wurden.

Eröffnung Museum "Die Einsteins"

Das Museum „Die Einsteins“ zeigt anlässlich der Quantenwoche im Ulmer Stadthaus mit einem Stammbaum der weit verzweigten Familie Albert Einsteins einen kleinen Ausschnitt aus seiner Ausstellung. Daneben sind Briefe Einsteins zu sehen, die er an die Stadt Ulm beziehungsweise an den Enkel des Bauherrn seines Geburtshauses schrieb. Einige Fotografien jenes Hauses, das bei einem der verheerendsten Bombenangriffe auf Ulm im Dezember 1944 zerstört wurde, runden die kleine Präsentation ab.

https://einsteins.museum
Weinhof 19, 89073 Ulm
Telefon 0731 161 4273
einstein@ulm.de

Öffnungszeiten:
Di, Mi, Fr: 11-17 Uhr
Do: 11-19 Uhr
Sa, So, Fei: 11-18 Uhr